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PT 4 717   1In der letzten Schulwoche, wenn die Zeugnisse schon geschrieben sind und der Stoff abgearbeitet ist, finden am Johannes-Heidenhain-Gymnasium jedes Jahr die Projekttage zu einem bestimmten Thema statt. Dieses Jahr drehte sich alles um „Nachhaltigkeit“. Mehr als 30 verschiedene Projekte standen zur Wahl und die Schüler suchten sich jeweils eines davon aus.

Montag und Dienstag waren sie in den jeweiligen Workshops aktiv, am Mittwochnachmittag präsentierten sie die Ergebnisse allen interessierten Besuchern in der Schule. In den Workshops in der Schule erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes über Entwicklungshilfe, Fair Trade sowie Ernährung  und Klima, über erneuerbare Energien, Flucht und Migration, Kinderarbeit und mehr. Sie lernten gleichzeitig, wie man sich bei all diesen Themen nachhaltig verhalten und sich einbringen kann. Solarboote wurden gebaut, Samenbomben hergestellt, mit denen man ganz einfach in der Stadt für blühende Flächen sorgen und mehr Lebensraum für Insekten schaffen kann. Unter dem Begriff Upcycling wurden alte Dinge und Wertstoffe veredelt, so dass sie weiterverwendet werden können. Beispielsweise entstanden bei eifrigen Näherinnen Taschen aus alten Jeanshosen oder Capri-Sonne-Tüten. Eine andere Gruppe verwandelte Plastikflaschen, Dosen oder Milchtüten in bunte Töpfe für Blumen und Kräuter. Am 3D-Drucker der Schule stellten Schülerinnen und Schüler kleine Kunststoffteile her, die im Schulhaus praktische Verwendung finden. Abgebrochene Halter für Telefone in den Klassenzimmern und manches andere mehr konnten sie damit selber reparieren. Was man sonst noch alles mit einfachen Mitteln selber reparieren kann, erfuhren die Teilnehmer im Reparaturcafé. Viel Wissenswertes über Indien konnten die ehemaligen Schüler Magdalena Fackler und Daniel Sommer aus eigener Erfahrung berichten, sie verbrachten mehrere Monate in dem Land, und sie zeigten den Mitschülern, wie man typisch indische Armbänder flechten kann.

Auch eine ganze Reihe externer Partner beteiligte sich an den Projekttagen und brachte sich mit tollen Ideen ein. In der Jugendsiedlung fand ein Workshop statt, bei dem aus alten Paletten Möbel entstanden, darunter Sitzbänke, Couch-Tische, Garderoben, Wein- und Schuhregale. Über das Ökomodell Waginger See gab es Informationen vor Ort auf dem Biobauernhof Stief. Die Freiwillige Feuerwehr zeigte ihre Arbeit und BSH führte die Buben und Mädchen durch das Werk. Die Pfadfinder präsentierten sich und die Gewächshäuser von Gemüsebau Steiner in Kirchweidach waren Ziel einer aufschlussreichen Expedition.

Die beiden Organisatorinnen der Projekttage Susanne Hollmann und Christina bezeichneten die Projekttage 2017 als großen Erfolg: „ Alle Lehrer und die vielen externen Partner waren mit viel Engagement bei der Sache. Unsere Schüler haben viel gelernt und hatten jede Menge Spaß dabei. Jetzt hoffen wir, dass das Gelernte auch umgesetzt wird - ganz im Sinne unseres Themas Nachhaltigkeit.“

Dass die Schüler Spaß hatten, wurde bei der Präsentation am Mittwochnachmittag deutlich. Stolz zeigten sie, was sie in den beiden Tagen zuvor geschaffen haben. Einige Sachen konnten die Besucher sogar käuflich erwerben und werden damit „nachhaltig“ die Ergebnisse der diesjährigen Projekttage verwenden.                                 

P. Mix

 

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