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TalentAka 1017   1Die „Europäische Talent Akademie Lindau“ wurde dieses Jahr bereits zum 13. Mal von der Fraunhofer-Gesellschaft veranstaltet. Diese bietet 60 vielseitig interessierten, wissbegierigen und engagierten Jugendlichen aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz die Möglichkeit, Neues kennenzulernen, sich zwei Wochen lang intensiv mit einem Thema zu beschäftigen und sich mit gleichaltrigen Jugendlichen zu treffen, die ähnliche Interessen haben. Da es weitaus mehr Bewerbungen als Plätze gab, freute ich mich umso mehr, als ich Ende April die Zusage bekam.

Im Mai fand bereits das Vorbereitungswochenende in Lindau statt, bei dem man zum einen die anderen Teilnehmer kennenlernen konnte und zum anderen erlebte wie ein typischer Akademietag aussehen wird. Dazu gehörten auch erste Treffen in den Kursen. Bei der Bewerbung konnte man aus fünf verschiedenen Kursen (Bodensee und Mee(h)r, Musik und Physik, Zwischen Korn und Pixel – Experimente mit Fotografie, Vom Regenbogen zum Smartphone – Wie kommen die Farben in die Welt?, Architektur) wählen. Ich entschied mich für den Kurs „Zwischen Korn und Pixel – Experimente mit Fotografie“. In den ersten Kursstunden bastelten wir bereits unsere eigenen Lochkameras. Außerdem durften wir noch die beiden kursübergreifenden Angebote (küAs), Tanzen und Chor, ausprobieren. Hier entschied ich mich für das Tanzen.

Am Anfang der Sommerferien machte ich mich nun voller Vorfreude wieder auf den Weg nach Lindau, wo ich zwei wunderschöne, lehrreiche und unvergessliche Wochen verbringen durfte. Ein normaler Akademietag begann mit dem Frühstück um 7.30 Uhr in der Jugend-herberge Lindau. Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Bodensee-Gymnasium. Dort fand um 9.00 Uhr das Plenum statt, bei dem ein Überblick über den Tag von Frau Dr. Geiselbrechtinger (Leiterin der Akademie) gegeben und man über die Kursarbeit der anderen Kurse informiert wurde. Nach einer kurzen Bewegungseinheit ging es in die verschiedenen Kursräume. Nach dem Mittagessen wurde die Kursarbeit fortgesetzt, bevor um 16.30 Uhr die küAs begannen. Ab 21.30 Uhr hatten wir Freizeit, die von uns oft zum Schwimmen im Bodensee genutzt wurde.

Nun stellt sich die Frage, was wir in den insgesamt 50 Stunden Kursarbeit gemacht haben. An den ersten Tagen fotografierten wir mit unseren Lochkameras und lernten schon einiges über Blende und Verschlusszeit. Später ging es dann an die analogen Kameras. Wir lernten wie man am besten Porträts macht, Bewegungen fotografiert und wie man mit Perspektiven spielen kann. An einem Tag machten wir einen Ausflug in die Stadt Lindau, wo wir den ganzen Tag fotografieren durften und so unsere bisher erlernten Grundlagen anwenden konnten. Die Filme entwickelten und vergrößerten wir alle selbst in unserer Dunkelkammer. In der zweiten Woche widmeten wir uns dann schließlich den Digitalkameras. Wir probierten Lichtmalen aus, stiegen in die Bildbearbeitung ein und machten Fotomontagen. Für den Abschlussabend, zu dem Eltern, Ehemalige und Ehrengäste eingeladen wurden, gestalteten wir eine kleine Ausstellung mit unseren gelungensten Bildern und bereiteten einen Sketch vor.

Im küA Tanz entwickelten wir zusammen mit zwei Tanzpädagogen eine Choreografie, die dann ebenfalls beim Abschlussabend gezeigt wurde. Grundlage dafür war der zeitgenössische Tanz.

Zusätzlich zu diesem Programm fand ein Grillabend am Bodensee statt, bei dem wir einen Vortrag von einem Berufsfischer bekamen. Darüber hinaus nahmen wir an dem Planspiel „EuropaPolitik erleben“ von der Akademie für Politische Bildung Tutzing teil, bei dem wir über eine neue Datenschutzverordnung debattierten. Außerdem fuhren wir mit dem Schiff zur Seebühne Bregenz, wo wir die Oper Carmen besuchen durften.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich eine unglaublich tolle Zeit in Lindau verbringen durfte. Ich habe viele andere, motivierte Jugendliche kennengelernt, Tanzen als eine Kunstform erlebt und in meinem Kurs viel Neues über die Fotografie erfahren.

Ein besonderes Dankeschön geht an den Schulleiter Herrn Schmid sowie an Frau Bauer, die mich bei der Fraunhofer-Gesellschaft vorgeschlagen und mir somit die Teilnahme ermöglicht haben.

Julia Wenke (Q12)

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