headerimage_pano1.jpg

Starbooks 0520   1Unsere Schulbibliothek ist Trotz Corona für die Schüler da! Jede Woche erscheint eine Liste mit Buchvorschlägen unserer Bibliothekarin Frau Seitenglanz. Eltern können über das Elternportal eine Nachricht mit den Bücherwünschen schicken. Zu den Abholterminen (Dienstag zwischen 16:30 - 17:30 und Mittwoch 10:00 - 11:00 Uhr) kann das Lesefutter abgeholt oder zurückgebracht werden.

Damit das Ganze kontaktlos möglich ist, klingeln die Leseratten am Haupteingang und bekommen ihre Wünsche dann dorthin geliefert.

StDin S. Hollmann

 

Hier schildern drei Schüler stellvertretend für viele ihre Eindrücke.

Lena Einsiedl aus der 6a:

„Mir ist langweilig, was soll ich machen?“ Diesen Satz kann man jetzt, im „Corona-Homeoffice“, wohl ziemlich häufig hören. Ebenso oft kommt dann ein „Keine Ahnung!“ zurück. Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen etwas gelockert wurden, so sind die Freizeitaktivitäten noch immer ziemlich eingeschränkt. Ins Kino oder ins Eiscafe gehen, Fußball spielen, den Nachmittag mit Freunden verbringen, all das ist zur Zeit nicht möglich. Oft sitzt man dann nur herum, geht sich gegenseitig auf die Nerven und nutzt seinen Tag allgemein nicht sehr produktiv. Doch jetzt gibt es am Gymnasium eine neue Aktion:

Die Schulbücherei „Starbooks“ bietet eine kontaktlose Bücherausleihe an! Ein gutes Buch zu lesen vertreibt die Langeweile und ist allgemein besser, als vor dem Computer Onlinespiele zu spielen.

Das gewünschte Buch wird einfach bei Frau Seitenglanz über E-Mail bestellt. Einmal in der Woche gibt es eine Abholstunde, in der der Lesestoff übergeben wird. Viele Bücher aus den Bereichen Fantasy, Komödie, Abenteuer, Kinderkrimi, Sachbücher, Mystery, Thrill und weitere sind vorhanden. Als Beispiele seien „Die unendliche Geschichte“, „Lars, mein Freund“, „Alice im Wunderland“, „Edelweißpiraten“ und „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg“ zu nennen.

Und vielleicht, wenn der Alltag wieder eingekehrt ist, gibt es ein paar Schüler mehr, die in die ohnehin schon gut besuchte Schulbibliothek gehen. Denn wie schon Johann Wolfgang von Goethe sagte: „Wer ein Buch liest, schaut in die ganze Welt, und nicht nur bis zum Zaun.“

 

Zoe Lamers aus der 5c:

Nachdem wir die erfreuliche Nachricht bekommen haben, dass Frau Seitenglanz uns eine Bücherliste zusammen gestellt hat, musste ich mir sofort eine Buchreihe ausleihen. 
Das Buch, das ich wollte, war zwar nicht auf der Liste, aber ich habe per Email gefragt, ob es das zufällig trotzdem gibt. Ich bekam kurz darauf eine Antwort, in der stand, dass ich die Bücher am Mittwoch abholen kann. Meine Mutter hat für mich die Bücher am Haupteingang in Empfang genommen. Frau Seitenglanz hat mir einen Brief dazugelegt und mir viel Spaß beim Lesen gewünscht. Ich freu mich sehr, dass Frau Seitenglanz uns trotz Corona mit Lesefutter versorgt. Denn ich besuche generell gerne unsere Schulbücherei. Und hier noch eine spannende Geschichte mit dem Titel

Der gefährliche Reading-Virus

Das Drama begann im März 2020. Die Regierung entschied, deutschlandweit alle Schulen zu sperren. Die Schüler des JHG hatten es satt, ständig zu Hause sein zu müssen. Am Anfang war es noch okay, doch dann merkten sie, dass ihnen etwas fehlte. Schnell fanden sie heraus, was es war: Der Lesestoff ging ihnen aus. Die Hamstervorräte waren aufgebraucht. Das Übel nahm seinen Lauf. Sie verwandelten sich in kleine Monster, die nur beruhigt werden konnten, wenn sie durch Geschichten in andere Welten abtauchen konnten. Nun war für die Stadt Traunreut nicht nur das Corona-Virus ein Problem, sondern auch der bedrohlich wachsende Reading-Virus. 

An einem gewöhnlichen Tag versammelten sich Hunderte vom Reading-Virus infizierte Schüler vor dem Schulgebäude des JHG. Sie waren kurz davor, das Gebäude zu stürmen. Die Bibliothekarin Frau Seitenglanz, die gerade dabei war, neue Bücher in die Regale der Schulbücherei zu räumen, ahnte Schreckliches, als sie den ohrenbetäubenden Lärm von draußen hörte. Was dann geschah, konnte niemand erahnen. 

Frau Seitenglanz war das Oberreading-Monster, die den Virus schon lange in sich trug. Kein Wunder, dass sie sich entschieden hatte Bibliothekarin zu werden . Nur so konnte sie ihren Lesedurst stillen. Sie fühlte sich ihren Leseratten verpflichtet und rannte sofort nach draußen, um ihre Schüler zu empfangen. Während sie rannte, verwandelte sie sich blitzschnell in ein sprechendes Buch. Sie flog über die Köpfe der Schüler und besänftigte sie mit folgenden Worten: ,,Schweigt und hört mir zu! Ich bin auf eurer Seite. Ich werde mit dem Direktor sprechen und gemeinsam diese grausame Tat rächen, denn das Schließen der Schulbücherei ist für uns alle ein Verbrechen.´´

Gesagt. Getan. Das fliegende Buch begab sich auf den Weg zum Schuldirektor. Es flog solange gegen seine Tür, bis Herr Schmid sie endlich öffnete. ,,Himmeherrgott, wos is denn des fia a Krach?´´, wollte der Schuldirektor erschrocken wissen. Sogleich verwandelte sich Frau Seitenglanz wieder zurück in ihre menschliche Gestalt. Der Schuldirektor starrte sie sprachlos an. Die Bibliothekarin mahnte: ,,Herr Direktor, das sind außergewöhnliche Zeiten, die außergewöhnliche Maßnahmen erfordern. Ich habe jetzt keine Zeit für Erklärungen. Erlauben Sie mir, die Bücherei zu öffnen, um unsere Schüler mit neuem Lesestoff zu versorgen. Nur so kann sich die Situation entspannen. Vertrauen Sie mir!´´ ,,Bin i jetzt in Hogwarts gland?´´, entgegnete der Schuldirektor sichtlich erstaunt. ,,Herr Direktor, uns rennt die Zeit davon´´, drängte das Oberreading-Monster. ,,Is ja guad. Sie deafan aufmacha. Aba i wui bis morgen an ausführlichen Bericht. Außerdem guiten folgende Regeln... Jedn Freitag erhoidn die Schüler a Biachalistn zua Auswoi und miassn eana per E-Mail schreibn, welches Biachi sie habn woin. Jeden Mittwoch von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr deafan sie zur Schui kemma, um die Biacha zu hoin. Sie deafan das Schulhaus aba ned betreten. Des hoast, sie gengan außa und übergeben eana die Biacha.´´ ,,Ausgemacht, Herr Direktor!", strahlte Frau Seitenglang vor Freude. 

Und so konnte der ,,Reading-Virus´´ besiegt werden. Große Erleichterung breitete sich unter den JHGanern aus. 

Dank dieser mutigen Aktion wurden beide als Helden gefeiert.

Der Autor möchte unerkannt bleiben.

Recherchen der Homepage haben aber ergeben, dass es sich hierbei um Pares Sohrabi Hosseini aus der 5c handeln könnte. Sachdienliche Hinweise hierzu bitte an die Starbooks.

Zum Seitenanfang