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Was sind Werte? Warum brauchen wir sie? Und wie kann man gerade den Blick von Schülern für Werte schärfen? Mit diesen Fragen habe ich mich gemeinsam mit 26 anderen Acht- und Neuntklässlern aus ganz Oberbayern in der Woche vom 4. - 8. Mai beschäftigt.

Unsere Ausbildung zu „Wertebotschaftern“ hätte im März in einem Schullandheim stattfinden sollen. Da uns jedoch die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, ließ sich das Kultusministerium gemeinsam mit dem JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und der Akademie für Philosophische Bildung und Wertedialog etwas Anderes einfallen. Wir sollten unsere Ausbildung erhalten - und zwar virtuell über Videokonferenzen.

Per Post wurden uns iPads zugeschickt, auf denen alle Programme installiert waren, die wir brauchten. Am Montag saßen wir dann also alle vor unseren iPads und sahen zum ersten Mal die anderen Schüler und Schülerinnen und unsere Betreuerinnen vom Kultusministerium, dem JFF-Institut und der Akademie, die uns durch die Woche begleiten würden. Nach einer Vorstellungsrunde begannen wir dann, sowohl in kleineren Gruppen als auch in der großen Gruppe, den Begriff „Werte“ zu definieren und erarbeiteten, warum Werte wie Respekt und Toleranz für das Zusammenleben so wichtig sind. Mit dem Wissen, das wir uns aneigneten, übertrugen wir das Thema am Dienstag auf den Bereich Schule. So diskutierten wir, welche Werte an Schulen besonders gelebt werden sollten und wie man sie konkret in den Schulalltag miteinbinden kann. Am Nachmittag planten wir ein Filmprojekt zum Thema „Werte in der Corona-Zeit“, welches wir am Mittwoch fertigstellten. Außerdem beschäftigen wir uns mit Werten auf YouTube, also welche Werte verschiedene YouTuber vertreten. Am Donnerstag sammelten wir dann konkrete Projektideen für die Schule, die man möglichst auch während der Corona-Krise umsetzen könnte. Im Anschluss daran bildeten wir kleine Gruppen, in denen wir diese Projekte detailliert ausarbeiteten. Am Freitag war unsere Ausbildungswoche auch schon fast wieder vorbei. Nach der Vorstellung der Projekte aller einzelnen Gruppen reflektierten wir die vergangenen Tage und verabschiedeten uns schließlich voneinander.

Diese Woche hat uns nicht nur gezeigt, wie vielseitig Technik ist, sondern auch, dass man, obwohl man sich noch nie persönlich gesehen hat, sich wirklich gut miteinander verständigen kann, wenn man zusammenhilft. Anfängliche Technikprobleme wurden schnell gelöst und innerhalb von fünf Tagen wurden wir zu einem eingespielten Team. Mit neuem Wissen über Werte, einigen Projektideen und vielen neuen „Verbündeten“ geht es also bald wieder in die Schule zurück.

Laura Einsiedl (9a)

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