headerimage_night.jpg

Abiturpr 0620   1Die schriftlichen Abiturprüfungen sind gelaufen, jetzt fehlen nur noch zwei mündliche, denen sich die Abiturienten stellen müssen. In einer Zwischenbilanz stellen Schule wie Schüler fest, dass die schriftlichen Prüfungsaufgaben vom Niveau her völlig vergleichbar waren mit den Vorjahren. „Sie waren nicht leichter und nicht schwerer“, findet Oberstudiendirektor Matthias Schmid vom Johannes Heidenhain Gymnasium.

Die Hoffnung, die vielleicht mancher Abiturient hatte, dass aufgrund der Corona-Krise und weil der Unterricht in den letzten Monaten nicht planmäßig ablaufen konnte einfachere Aufgaben gestellt würden, hat sich zerschlagen. Diese Meinung vertreten offenbar auch die Schüler. Die beiden Sprecher des Abiturjahrganges Rebekka Fackler und Fabian Dopler sind der Meinung, dass die diesjährige Abiturprüfung absolut vergleichbar ist, mit denjenigen aus den Vorjahren, die sie in den letzten Wochen als Vorbereitung intensiv durchgearbeitet haben. „Ganz human und durchaus machbar“, findet ebenfalls David Trenker die gestellten Aufgaben in den beiden Pflichtfächern Deutsch und Mathe und seinem gewählten dritten Fach Englisch. Unterschiedlich bewerten die drei die Zeit, in der sie allein zuhause lernen mussten, weil die Schule geschlossen war. Für Fabian Dopler war vor allem die Ungewissheit zu Beginn der Krise ein Problem, weil man zunächst gar nicht wusste, wie es heuer überhaupt mit dem Abitur aussehen wird. „Da hätte ich mir schon früher gesicherte Informationen gewünscht.“ Dass man sich allein daheim in manchen Fächern einfach nicht so gut vorbereiten kann, stellte Rebekka Fackler fest, und David Trenker ist auch der Meinung, dass der selber erlernte Stoff dann doch nicht ganz so gut sitzt wie der im Unterricht erarbeitete. Diskussionen oder Aufreger wie im vergangenen Jahr, als die Mathematik-Prüfung heiß diskutiert wurde, gibt es dieses Jahr nach Meinung der Abiturienten und auch des Schulleiters nicht.

Die Prüfungssituation in der Aula, wo die Einzeltische mit ausreichend Abstand aufgestellt werden konnten, hat laut Rebekka Fackler „voll gepasst“. Sie hatten ja schon in den letzten Wochen dort Unterricht. Am Freitag, als die Prüfungen in den verschiedenen, von den Schülern frei wählbaren dritten Fächern stattfanden, saßen einige Gruppen auch in Klassenräumen.

Jetzt stehen für alle Schüler erst einmal Pfingstferien an. Die Abiturienten können sich aber noch nicht ganz zurücklehnen und entspannen, weil danach noch die mündlichen Prüfungen anstehen. Eine Schülerin, die am Freitag leider wegen Krankheit nicht teilnehmen konnte, muss außerdem am 7. Juli noch nachschreiben. Schon jetzt macht sich Matthias Schmid Gedanken darüber, wie man in Corona-Zeiten die Zeugnisverleihung gestalten kann. „Ich will ganz sicher die Zeugnisse nicht per Brief verschicken“, betont er und sucht einen Weg, das Ganze persönlicher und in einem einigermaßen würdigen Rahmen abhalten zu können. Die Zeugnisverteilung ist für 17. Juli vorgesehen und wenn dann das Wetter schön ist, könnte sich der Schulleiter auch eine kleine Feier mit beschränkter Besucherzahl im Pausenhof vorstellen. Der Abiball fällt in diesem Jahr leider dem Virus zum Opfer. Die Schüler machen sich aber laut Rebekka Fackler ebenfalls schon Gedanken darüber, wie sie vielleicht auf irgendeine Weise doch gemeinsam diesen wichtigen Abschnitt in ihrem Leben feiern können. „Vielleicht sind bis dahin ja die Beschränkungen noch weiter gelockert“, hofft die St. Georgenerin.      

P. Mix

Zum Seitenanfang