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Gaumenfreuden 0221   1Auch wenn es die im letzten und in diesem Schuljahr aufgrund der Pandemie ausgefallenen Fahrten nach Frankreich nicht ersetzen kann, so konnten einige Französischgruppen im Distanzunterricht zumindest einen kulinarischen Abstecher nach Frankreich machen.

Das neue Jahr begannen SchülerInnen der 9. Klasse (F3) und SchülerInnen der 6. Jahrgangsstufe (F2) kulinarisch mit einer Galette des Rois (einem Dreikönigskuchen)Dieser mit einer Mandelcrème – la frangipane – gefüllte Blätterteigkuchen wurde traditionell am 6. Januar, dem Dreikönigstag, gebacken. Das Besondere daran: in der Mandelcrème wird eine kleine Porzellanfigur – la fève – versteckt und wer sie später bei Tisch in seinem Kuchenstück findet, darf sich eine selbst gebastelte Krone aufsetzen und ist für den Rest des Tages König oder Königin und darf sich entsprechend von seinem „Hofstaat“ (diejenigen, die leider leer ausgingen) bedienen lassen. Eine Hausaufgabe mit wahrhaft königlichen Ergebnissen!  

In zwei weiteren Lerngruppen wurde der Online-Unterricht für eine Stunde in die Küchen der Schüler verlegt.

In der 9. Jahrgangsstufe (F2) wurden unter der Leitung eines Schülers Madeleines gebacken – französisches Kleingebäck, mit dem die junge Küchenmagd Madeleine Paulmier im 18. Jahrhundert den Herzog von Lothringen, Stanislas Leszczynski, begeistern konnte. Nach einem Streit zwischen dem Schlossverwalter und dem Hofbäcker hatte letzterer wütend das Schloss verlassen, ohne vorher ein Dessert für das königliche Menü zubereitet zu haben. Madeleine zögerte nicht lange und servierte schließlich die muschelförmigen Küchlein, die sie nach einem alten Rezept ihrer Großmutter gebacken hatte - so die Legende.

SchülerInnen der 10. Jahrgangsstufe schließlich konnten zwischen verschiedenen Süßspeisen wählen. Sie kamen in getrennten Videokonferenzen zusammen, um clafoutis aux cerises (eine Art Kirschauflauf), mousse au chocolat oder die Madeleines zuzubereiten.

Es bleibt zu hoffen, dass die SchülerInnen bald die Möglichkeit haben werden, die Spezialitäten auch in ihrem Ursprungsland genießen zu dürfen.

StRin K. Friedrich und OStRin C. Falter

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