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Jugend forscht 0221   4Unter den Teilnehmern beim Regionalwettbewerb Rosenheim von Jugend forscht war auch Felicitas Lier aus Stöttham, die das Traunreuter Gymnasium besucht. Sie hatte sich im Bereich „Chemie, Schüler experimentieren“ das Thema ausgesucht: „Alkohol im Fruchtsaft – Lässt sich der natürliche Gärungsprozess beeinflussen?“ Damit belegte sie den 2. Platz in dieser Kategorie.

Felicitas Lier interessiert sich sehr für Naturwissenschaften und nahm schon im vergangenen Jahr an dem Wettbewerb teil. Damals erforschte sie, wie man mit natürlichen Produkten Nagellack selber herstellen kann. Dieses Jahr befasste sie sich mit der Frage, des Gärungsprozesses. Ihre Oma stelle selber Apfelsaft her, erzählt die Elfjährige im Gespräch mit der Heimatzeitung. Wenn dieser älter wird, schmecke er anders als ganz frisch und ihr habe sich da die Frage gestellt, ob da schon Alkohol drin sein könnte. In drei Versuchsreihen ging sie die Frage an, wie sich der Gärungsprozess beim Saft verlangsamen lasse. Zunächst hatte sie zwei Flaschen Apfelsaft, über eine hing sie ein Sieb mit Kresse darin und stellte beide in den Keller. „Ich wollte damit herausfinden, ob die Photosynthese der Pflanzen den Gärungsprozess beeinflusst“, erläutert die Schülerin. Das Ergebnis: der Saft mit der Kresse wurde weniger vergoren, allerdings war der Unterschied sehr gering. Im zweiten Versuch stellte sie eine Saftflasche bei sieben Grad Celsius in den Kühlschrank, die andere ließ sie bei 17 Grad Raumtemperatur stehen. Hierbei stellte sie fest, dass der Zuckergehalt, der entscheidend ist für die Gärung, in der Flasche im Kühlschrank weniger stark gesunken ist, als der in der Flasche, die draußen stand. Und schließlich nahm sie erneut die Kresse zu Hilfe, ließ dieses Mal aber beide Flaschen bei 20 Grad im Raum stehen. Das Ergebnis war ähnlich dem ersten Versuch, als beide Flaschen im kühlen Keller standen. 

Nach den drei Versuchsreihen war erst einmal Schluss, da das Handrefraktometer, mit dem Felicitas Lier die Messungen vornahm, kaputt ging. Eigentlich wollte sie noch weiterforschen, konnte dann aber der Jury nur ihr bis dahin erreichtes Zwischenziel präsentieren. Die Jury fand das Thema trotzdem sehr spannend und lobte die Schülerin für die gute Idee mit der Kresse. Schon seit längerem interessiert sich die Elfjährige für Naturwissenschaften und würde später gerne Forscherin werden. Aus ihrem Wissensdrang heraus will sie auch in Bezug auf den Gärungsprozess noch weiterforschen, weil sie das Thema interessiert. „Und nächstes Jahr will ich dann wieder beim Wettbewerb mitmachen“, nimmt sie sich schon jetzt vor.

P. Mix

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