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P Seminar Chemie 0219   1Das P-Seminar im Fach Chemie am Johannes-Heidenhain-Gymnasium hat sich Folien unterschiedlichster Art genauer angeschaut und festgestellt: „Folien sind mehr als nur Verpackung.“ Bei ihrer Präsentation am Dienstagabend in der Aula führten sie unter anderem vor, was man aus alten Verpackungen alles machen und wie man sie somit weiterverwenden kann.

14 Schülerinnen und Schüler hatten das P-Seminar Chemie gewählt und befassten sich mit ihrer Seminarleiterin Elli Hertel intensiv mit den verschiedenen Folien. Als externen Partner gewannen sie die Firma Brückner aus Siegsdorf, in der sie viel Interessantes erfuhren. Die Seminarteilnehmer stellten verstreckte Folien vor, die jeder kennt als Verpackung für Süßigkeiten, Obst, Nudeln und vieles andere mehr. Außerdem zeigten sie Schrumpffolien, die bei hohen Temperaturen schrumpfen und sich dann beispielsweise eng um Flaschen legen und diese schützen. Im Rahmen ihres Seminares wollten die Jugendlichen gerne etwas Dekoratives herstellen, so ihre Grundidee. Sie fertigten daher Lesezeichen aus Schrumpffolie an mit unterschiedlichen Motiven darauf. Diese mussten sie zuerst entsprechend gestreckt aufzeichnen, so dass sie nach dem Schrumpfen in den richtigen Proportionen dargestellt waren. Die Lesezeichen wurden laminiert und beim Weihnachtskonzert der Schule im Dezember zum Kauf angeboten.

Zusätzlich befassten sich die Schüler mit Lithium Ionen Akkus, in denen ebenfalls Folien zum Einsatz kommen, nämlich Graphitfolien und dazwischen Separatorfolien, um einen Kurzschluss bei Berührung der Graphitfolien zu vermeiden. In einem Versuch auf der Bühne zeigte einer der Schüler, wie schnell solche Akkus geladen werden können und wie leicht aber auch ein Kurzschluss entstehen kann. Schließlich befasste sich das Seminar noch mit „stone paper“, einem öl- und wasserresistenten, lebensmittelechten, antistatischen und reißfesten Papier, das auch Kunststoff enthält.

Da die Seminarteilnehmer zu der Überzeugung kamen, dass Folien viel zu schade sind zum Wegwerfen, und sie die Verbraucher sensibilisieren wollen, Dinge wiederzuverwerten, entwarfen sie Taschen. Nach verschiedenen Versuchen stellten sie fest, dass vor allem Kaffeeverpackungen dafür geeignet sind, da sie aus Aluminiumverbundfolien bestehen und sehr haltbar sind. Um genügend Kaffeeverpackungen zu bekommen, baten die Jugendlichen das benachbarte Seniorenzentrum Pur Vital um Unterstützung. Sie stellten auch Taschen zusammen mit den Bewohnern des Heimes her, fertigten mit ihnen die Schnittmuster und nähten sie auf Nähmaschinen. Die fertigen Taschen wurden ebenfalls im Rahmen des Weihnachtskonzertes verkauft und der Erlös wird demnächst an die Traunreuter Tafel gespendet.

P. Mix

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