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Abi 19 0619   162 junge Männer und Frauen erhielten am gestrigen Freitag am Johannes-Heidenhain-Gymnasium im Rahmen einer Feierstunde ihr Abiturzeugnis. Thomas Schuster als Bester schloss die Prüfungen mit der Traumnote 1,0 ab. Insgesamt erreichten sieben Schüler einen Notenschnitt von 1,5 oder besser. In allen Fächern überdurchschnittliches Wissen bewies Thomas Schuster und konnte sich über sein Zeugnis mit der Note 1,0 freuen, laut Direktor Matthias Schmid schon eine außerordentliche Leistung, die man nicht allzu oft erlebt.

Neben dem Besten erhielten sechs weitere Schüler eine Anerkennung für einen Schnitt von 1,5 oder besser: Tobias Egger, Andrea Gnad, Felix Poller, Adrian Reuter, Christina Schachner und Felix Söhngen.

Der Schulleiter ging in seiner Ansprache im Rahmen der Abiturfeier auf das Jahr 2019 ein, das nicht nur für die Abiturienten von großer Bedeutung sei, „es könnte der Anfang einer Bewegung sein, des Aufbruchs und Neuanfangs für uns alle“. Damit bezog sich Matthias Schmid auf die „Fridays for future“-Initiative: „Es scheint, als ob die Jugend ihre Zukunft wieder in die Hand nehmen will. Sie mischen mit und machen auf drängende Probleme aufmerksam. “ Aufgrund der dramatischen Entwicklung im Bereich Klimawandel, der Ausbeutung anderer Erdteile, des zunehmenden Plastikmülls und anderer globaler Probleme mehr sei ein Umdenken längst fällig. Der Direktor ermunterte die Absolventen mitzumischen und drückte die Hoffnung aus, dass ihnen das Johannes-Heidenhain-Gymnasium dazu das notwendige Handwerkszeug mitgeben konnte. Dabei genüge es nicht, nur zu fordern, sondern jeder und jede müsse überlegen, was man selber tun kann. „Demos am Freitag reichen nicht. Aber gemeinsam etwas zu schaffen, kann verbindend und motivierend sein“, betonte Matthias Schmid.

Auch die beiden nachfolgenden Redner Bürgermeister Klaus Ritter und Elternbeiratsvorsitzender Christian Stoib hatten sich dasselbe Thema gewählt. Klaus Ritter: „Die Jugendlichen sind sich heute ihrer Kraft bewusst. Sie lassen sich nicht mit Versprechungen hinhalten, sondern fordern Lösungen und ein allgemeines Umdenken.“ Die Stadt Traunreut mache sich auch Gedanken, was zu tun sei, schaffe bessere Bedingungen für Radfahrer auf den Straßen, stärke den ÖPNV und der Bauhof sei völlig autark mit seinem eigenen Stromnetz. „Das kann aber nur ein Anfang sein“, betonte das Stadtoberhaupt. Christian Stoib hob hervor, dass viel zu lange schnelle Renditen und Gewinne im Vordergrund gestanden hätten und der Blick auf Nachhaltigkeit verloren gegangen sei. Es sei nun an der Jugend, mitzumischen und zur Stabilisierung beizutragen. „Geht in die Tiefe, bleibt neugierig und offen für neue Ideen“, gab er den Absolventen mit auf den Weg.

In einer launigen Rede blickten Christina Schachner und Samuel Höra im Namen ihrer Mitschüler auf die hinter ihnen liegenden Jahre zurück. Genauso euphorisch, wie sie vor zwölf Jahren mit der Schultüte in der Hand den neuen Lebensabschnitt begonnen haben, gingen sie nun auch aus der Schule raus in die weitere Zukunft. Zu ihren Mitabiturienten meinten sie: „Behaltet eure Träume und packt sie an. Jetzt ist eine gute Zeit dafür.“

Neben ihren Abiturzeugnissen erhielten einige der diesjährigen Absolventen noch weitere Auszeichnungen für besonders gute Leistungen in einzelnen Fächern oder für ihr Engagement in der Schulfamilie. Musikalisch umrahmt wurde die Feier in der Aula des Gymnasiums von der Big Band, einem Gesangensemble, einem Streichquartett und dem Ensemble der Q12. In jeder Gruppe waren Mitglieder des Abiturjahrganges vertreten, die ein letztes Mal an ihrer alten Schule auftraten.           

P. MIx

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