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Projekttage 0719   1Die Schülerinnen und Schüler des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums erfuhren  am Ende des laufenden Schuljahres jede Menge über „Technik im Wandel der Zeit“, dem von den Schülern ausgewählten Thema der Projekttage. Bei Exkursionen in die Umgebung, zu Firmen und ins Deutsche Museum in München erhielten sie sehr interessante und spannende  Einblicke und konnten auch selber kreativ sein.

Das Thema Technik war bei den Projekttagen sehr weit gefasst. Es ging unter anderem um Energietechnik, um Bionik – als Technik aus der Natur, um Forensik – Spurensuche früher und heute, um Fahrradtechnik, Lebensmitteltechnik – was steckt in den Lebensmitteln, Papiertechnik und vieles andere mehr. Alte römische Techniken lernten Schüler kennen, die aus Bausätzen Katapulte bauten und viel darüber erfuhren, was die alten Römer schon vor vielen Jahren alles besaßen. Der Workshop wurde von Schülern der Q11 begleitet, die aktuell in einem P-Seminar römische Kriegstechnik behandeln und dazu selber Schilde, Speere und anderes bauen. Mit großem Eifer waren auch die Teilnehmer des Projektes „Kochen wie zu Omas Zeiten“ bei der Sache. In der Schulküche stellten sie selber Sahne aus Butter her, kochten Marmelade und Chutney und machten einen dreifarbigen Hefezopf, dessen Stränge mit Tomatenmark und beziehungsweise Spinat eingefärbt wurden. Und das alles wurde von Hand zubereitet ohne moderne Hilfsmittel wie Thermomix oder Rührgerät. Zum Thema Autotechnik besuchten Schüler am Dienstag das Autohaus Schlögl und lernten dort, wie man Reifen wechselt und welche Berufe es rund ums Auto gibt. In der Schreinerei der Jugendsiedlung konnten die Teilnehmer selber sägen, leimen, schleifen und polieren und lernten einiges über die Holzbearbeitung früher und heute.

Projekttage 0719   2Während für die Schülerinnen und Schüler der fünften bis achten Klassenstufe die vielfältigen Angebote der klassischen Projekttage zur Auswahl standen, standen für die Schüler der neunten bis elften Klasse Projekte zur Vorbereitung auf das Leben nach der Schule auf dem Plan. Sie nahmen am Dienstag zunächst am Verkehrsparcours der Verkehrswacht Traunstein teil und wählten anschließend  zwischen Erste-Hilfe-Kurs und Selbstverteidigung/Zivilcourage. Die Verkehrswacht Traunstein war mit mehreren Simulatoren zur Schule gekommen. Die Jugendlichen konnten mit einem Simulator quasi Motorrad oder Auto fahren und dabei ihre Reaktion testen, wenn Hindernisse auftauchen oder sie beispielsweise durch ein Handy abgelenkt werden. Mit Rauschbrillen versuchten sie, einen Kart-Parcours zu durchfahren und stellten dabei fest, dass es gar nicht so einfach ist, mit 0,8 Promille zwischen den Pylonen durchzutreffen. Im Überschlagssimulator lernten sie, wie man sich aus einem Auto befreit, das auf dem Dach liegt, und im Crashsimulator spürten sie am eigenen Leib, wie es ist, schon mit geringer Geschwindigkeit gegen ein Hindernis zu prallen. Johann Bohnert, Vorsitzender der Verkehrswacht Traunstein, hat durch seine frühere Arbeit als Polizeichef eine enge Bindung an Traunreut und betonte: „Es ist mir wichtig und ein persönliches Anliegen, den Jugendlichen diese Möglichkeit der Simulationen zu bieten. Ich hab genug Unfälle gesehen und weiß, wie wichtig Prävention ist.“

Wichtig für junge Menschen ist auch, sich selbst verteidigen zu können und selbstbewusst aufzutreten. In der Landkreisturnhalle übten Mädchen unter Anleitung von Thomas Könnecke und Lehrerin Agnes Palmberger, die entsprechende Übungsleiterkurse absolviert hat, wie sie sich im Falle eines Angriffes mit einfachen Griffen verteidigen können. Die Buben lernten parallel dazu, wie man Konflikte gar nicht erst entstehen lässt und Deeskalation betreibt. Für Mädchen und Buben ging es auch darum, Selbstbewusstsein aufzubauen und durch entsprechende Körpersprache auszudrücken, so dass es erst gar nicht zu brenzligen Situationen kommen muss.

Die Projekttage des Gymnasiums finden immer am Ende des Schuljahres statt, wenn der Lehrplan abgearbeitet ist und die Zeugnisse schon geschrieben sind.  In diesem Jahr haben besonders viele Betriebe und Einrichtungen in und um Traunreut sich bereit erklärt, den Schülern einen Einblick in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Es entstanden neue Kontakte, die gepflegt und ausgebaut werden können. Eine der Organisatorinnen an der Schule, Christina Falter, fasst zusammen: „Obwohl viele Aktivitäten durch die hohen Temperaturen durchaus anstrengend waren, haben sich die Schüler noch mal ins Zeug gelegt. Besonders gut kamen bei ihnen die Projekte mit praktischem Bezug an.“ Beim großen Sommerfest der Schule am Mittwochnachmittag präsentierten die Schüler dann vor der ganzen Schulfamilie die Ergebnisse der einzelnen Projekte.

P. Mix

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